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Pflege-Dokumentation: So dokumentieren Sie richtig

Eine sorgfältige Pflegedokumentation ist für pflegende Angehörige wichtig, sowohl für die Kommunikation mit Ärzten und Spitex als auch für die Abrechnung Ihrer Entschädigung. In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum die Dokumentation wichtig ist, was Sie festhalten sollten und wie Sie den Aufwand gering halten.

Warum die Dokumentation wichtig ist

Die Pflegedokumentation dient mehreren Zwecken: Sie dokumentiert die erbrachten Leistungen für die Abrechnung mit der Krankenkasse, ermöglicht eine nahtlose Übergabe an andere Pflegepersonen oder die Spitex und schafft Rechtssicherheit im Fall von Rückfragen oder Kontrollen.

Wenn Sie über eine Spitex-Organisation angestellt sind und eine Entschädigung erhalten, ist die Dokumentation oft Pflicht. Die Spitex und die Krankenkasse benötigen Nachweise über Art, Umfang und Zeitpunkt der erbrachten Pflegeleistungen. Ohne Dokumentation kann die Abrechnung verweigert werden.

Zudem hilft die Dokumentation bei der Beantragung der Hilflosenentschädigung oder bei der Begründung von Pflegestufen. Ärzte und Behörden können sich ein klares Bild vom Pflegebedarf machen.

Was Sie dokumentieren sollten

Grundsätzlich sollten Sie folgende Punkte festhalten:

  • Datum und Uhrzeit der Pflegeleistung
  • Art der Leistung (z.B. Körperpflege, Unterstützung beim Essen, Mobilisation)
  • Dauer in Minuten
  • Besondere Vorkommnisse (z.B. Sturz, Verwirrtheit, Schmerzen)

Halten Sie die Einträge kurz und sachlich. Es geht nicht um ausführliche Berichte, sondern um nachvollziehbare Fakten. Viele Spitex-Organisationen stellen Vorlagen oder Formulare zur Verfügung. Nutzen Sie diese, um den Aufwand zu minimieren.

Tipps für die tägliche Dokumentation

Damit die Dokumentation nicht zur Belastung wird, haben sich folgende Praktiken bewährt:

  • Direkt nach der Pflege notieren: Tragen Sie die Leistung sofort ein, so vergessen Sie nichts und der Aufwand bleibt gering.
  • Feste Zeiten einplanen: Reservieren Sie z.B. abends 5 Minuten für die Tageseinträge.
  • Digitale Hilfsmittel nutzen: Apps oder Tabellen auf dem Smartphone erleichtern die Dokumentation unterwegs.
  • Mit der Spitex abstimmen: Fragen Sie nach, welches Format gewünscht ist, so vermeiden Sie Doppelarbeit.

Die Pflegedokumentation muss nicht perfekt sein. Wichtiger ist, dass sie regelmässig und nachvollziehbar geführt wird. Bei Fragen unterstützt Sie Ihre Spitex-Organisation oder, wenn Sie über pfleg.ch ag angestellt sind, unser Team.

Möchten Sie wissen, ob Ihnen eine Entschädigung für Ihre Pflegetätigkeit zusteht? Unser Lohnrechner gibt Ihnen in wenigen Minuten eine erste Einschätzung.